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Blaumohn

Blaumohn

Der Blaumohn ist ebenfalls eine Unterart des klassischen Schlafmohns und gerade dieser wir hauptsächlich, in Desserts, Süßsspeißen und Backwaren eingesetzt. 

 

Namen und Synonyme

DE: Blaumohnmohn, Schlafmohn, Flißmohn, schwarzer Magsamen, Gartenmohn, Ölmohn.
EN: Poppy seed, Opium poppy, Garden poppy.
FR: Pavot.
ES: Ababa.

 

Aussehen und Merkmale

Blaumohn zeichnet sich durch seine schwarz-blaue Farbe aus. 

Merkmale_Blaumohn

Die Samen sind etwa 0,3-0,5 Millimeter groß, nierenförmig und wie alle Mohnsorten mit einer unebenen Oberfläche. 

Sie sind auch wesentlich aromatischer als der Graumohn, aufgrund ihres höheren Schalenanteils

Diese Unterart des Schlafmohns enthält noch niedrigere Moprhinwerte als der Graumohn

 

Herkunft und Geschichte

Ursprünglich kommt die Mohnpflanze aus dem westlichen Mittelmeerraum und Südwestasien, in der Gegend des heutigen Irak & Iran. 

Mohn wird tausenden von Jahren genutzt und ist auch in Europa spätestens seit den Ägyptern, Griechen und Römern bekannt.  

Gerade für Süßspeisen und Backwaren war und ist der Blaumohn beliebt. Nach dem Fall des römischen Reiches ging die Verwendung zwar wieder zurück aber seit dem Mittelalter ist Mohn wieder stark in Gebrauch.

Der Blaumohn ist in Asien, Russland und Europa am meisten verbreitet.

Gerade nach der Belagerung der Türken, hat Mohn Einzug in die österreichische Küche gehalten, z.B. resultieren daraus Mohnnudeln und dergleichen.

 

Anbau und Ernte

Der botanische Name lautet Papaver somniferum aus der Familie der Mohngewächse.

Die einjährige Pflanze erreicht bis zu 1,2 Meter Höhe. Die Samenkapseln werden im Herbst maschinell geerntet, sobald sie sich verfärben, anschließend getrocknet und geöffnet. 

Die Samen werden gereinigt und ganz verkauft. 

Wichtige Anbaugebiete sind heute unter anderem auch die Niederlande, Frankreich, Tschechien, Türkei, Iran, Indien, China und Kanada.

 

Geschmack und Aromaprofil

Hauptaromenverbindungen: 2-Pentylfuran, Hexanal, Limonen, Pyrazine, Vinylamylketon – überwiegend fettlöslich.

Charakteristik: Blaumohn schmeckt nussig, mild, leicht blumig und dezent süß. Im Gegensatz zum Graumohn ist er wesentlich kräftiger & aromatischer.

 

Wirkung und Wissenswertes

Mohn ist durch seine Nähe zur Opiumgewinnung historisch belastet, aber gerade der Blaumohn enthält kaum Morphin und darf in Europa angepflanzt werden.

In der Volksmedizin auch werden ihm beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften sowie entzündungshemmende Wirkung nachgesagt 

 

Lagerung und Hinweise

Graumohn besitzt einen sehr hohen Ölgehalt und wird schnell ranzig. 

Er sollte daher möglichst frisch gekauft und rasch verbraucht werden. Eine längere Lagerung ist nicht empfehlenswert.

 

Verwendung

Verwendet werden ausschließlich die Samen. 

In Mitteleuropa dominiert der Einsatz in Süßspeisen wie Strudeln, Mohnschnecken, Germknödeln und Backwaren.

In der indischen Küche findet Mohn auch Verwendung in herzhaften Schmorgerichten.

 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Zimt, Vanille, Tonkabohne, Süßholz, Malab, Sesam, Koriander, Kardamom, Piment, Lorbeer, Chili.

Ideale Zutatenpartner: Butter, Milch, Sahne, Honig, Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Limette), heimische und tropische Früchte, süßes und herzhaftes Gebäck.


Tipps für Maximum Flavor

Rohe Mohnsamen sind aromatisch zurückhaltend bis sprichwörtlich fade.

Für maximale Geschmacksentfaltung sollten sie trocken bei etwa 130–170 °C geröstet oder kurz aufgekocht werden. Dadurch reagieren Aminosäuren und es entstehen ausgeprägte nussige Röstaromen und das Rösten bzw. Überbrühen helfen bei der Entfaltung des Aromas

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