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Bohnenkraut

Bohnenkraut

Bohnenkraut ist ein klassisches Küchen- und Heilkraut, das besonders für Hülsenfruchtgerichte geschätzt wird. Trotz seines Namens ist es nicht mit Bohnen verwandt, sondern wurde aufgrund seiner intensiven, pfeffrig-würzigen Aromatik zu einem festen Bestandteil der europäischen Küche.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Bergminze, einfaches Bohnenkraut, Fleischkräutchen, Pfefferkraut, Sommerbohnenkraut, Sommersaturei, Suppenkräutchen, Wurstkraut, Kräutlein des Glücks
EN: Savory, Summer Savory, Winter Savory
FR: Sarriette, Sarriette annuelle
ES: Ajedrea, Sabroso

 


 

Aussehen und Merkmale

Merkmale_Bohnenkraut

Buschig wachsendes Kraut mit schmalen, lanzettenförmigen Blättern.

Oberseite grün, Unterseite silbergrau, die Blattränder leicht bewimpert. 

Die Blüten sind weiß bis hellviolett. Die Blätter sitzen gestielt am Stängel.

 


 

Herkunft und Geschichte

Ursprünglich stammt Bohnenkraut aus dem Gebiet des Schwarzen Meeres und dem östlichen Mittelmeerraum. 

Bereits in der römischen Antike war es unter dem Namen Satureja als Würz- und Heilkraut bekannt.

Im 9. Jahrhundert gelangte es mit Benediktinermönchen nach Mitteleuropa und wurde durch die Landverordnung Karls des Großen fester Bestandteil klösterlicher Kräutergärten. 

Aufgrund seiner pfeffrigen Noten galt es lange als „Pfeffer der armen Leute“.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name ist Satureja hortensis, Familie der Lippenblütler.

Einjährige, stark verzweigte Pflanze mit einer Höhe von 30–40 cm.

Die Ernte erfolgt kurz vor oder während der Blüte (Juli–Oktober), da zu diesem Zeitpunkt die ätherischen Öle am höchsten konzentriert sind.
Hauptanbaugebiete heute: Deutschland, Frankreich, Spanien, Indien, Nordamerika, Südafrika.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Hauptaromastoff ist Thymol, ergänzt durch Carvacrol und Linalool (fett- und alkohollöslich).

Charakteristik: würzig, pfeffrig, thymianähnlich, leicht bitter, krautig, mit warm-holzigen und blumigen Noten.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

In der Naturheilkunde gilt Bohnenkraut als appetitanregend, verdauungsfördernd und hilft gegen Blähungen, ebenso soll es entzündungshemmend wirken und kannl bei Insektenstichen eingesetzt werden

Bohnenkraut besitzt rund 38 Unterarten mit teils deutlich unterschiedlichen Aromaprofilen.

Sein aromatischer Duft erinnert stark an Thymian.

 


 

Lagerung und Hinweise

Getrocknetes Bohnenkraut kühl, trocken, luft- und lichtgeschützt lagern – haltbar bis zu 12 Monate.

Frisches Bohnenkraut hält sich einige Tage im Kühlschrank (in feuchtes Tuch gewickelt).
Man kann das Bohnenkraut auch einfrieren für eine länger haltbarkeit der Aromen.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die Blätter, frisch oder getrocknet, ganz gerebelt oder gemahlen.

Typische Anwendungen für Bohnenkraut sind: Bohnengerichte, Suppen, Eintöpfe, Soßen, Kartoffelgerichte, Fleisch- und Wurstwaren, Gemüse und Salate

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:
Thymian, Oregano, Majoran, Rosmarin, Basilikum, Pfeffer, Piment, Knoblauch, Zwiebel, Kardamom, Kümmel, Petersilie, Lorbeer

Ideale Zutatenpartner:
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen & Kichererbsen, dunkles Fleisch, Fisch, Wurzelgemüse, Kartoffeln, Suppen, Eintöpfe, Salate

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die Aromastoffe sind überwiegend fett- und alkohollöslich.

Aufgrund seiner enormen Aromatik, sparsam und achtsm einsetzen

Getrocknetes Bohnenkraut eher gegen Ende der Garzeit zugeben, um Bitterkeit zu vermeiden

Frisches Bohnenkraut können früher in fetten Medien mitgegart werden

Ideal zur Aromagewinnung sind Ölauszüge (neutraler Pflanzenöl-Infusion)

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