Borretsch
Borretsch ist ein aromatisches, dekoratives Gewürzkraut, das vor allem durch seine gurkenartige Frische und seine leuchtend blauen Blüten bekannt ist. Er findet Einsatz als Küchenkraut, Garnitur und traditionelles Heilkraut, spielt heute jedoch eher eine feine, ergänzende Rolle in der Küche.
Namen und Synonyme
DE: Borretsch, Gurkenkraut, Herzfreude, Blauhimmelstern, Wohlgemutskraut, Reibeisen,
EN: Borage
FR: Bourrache
ES: Borraja
Aussehen und Merkmale
Borretsch besitzt raue, borstig behaarte, hellgrüne Blätter mit leicht stacheliger Oberfläche.

Charakteristisch sind die sternförmigen, fünfblättrigen, intensiv hellblauen Blüten.
Die gesamte Pflanze verströmt einen deutlich gurkenartigen Duft.
Herkunft und Geschichte
Borretsch stammt vermutlich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Bereits die Römer nutzten ihn als Heil- und Würzkraut.
Über arabische Kulturen und eroberung der Iberischen Halbinsel gelangte er nach Spanien und von dort nach Frankreich und Mitteleuropa.
Sein Name leitet sich vermutlich vom arabischen „Abuo Rach“ („Vater des Schweißes“) ab – ein Hinweis auf seine schweißtreibende Wirkung.
Anbau und Ernte
Der Botanischer Name der Brunnernkresse ist Borago officinalis und gehört zur Familie der Raublattgewächse bzw Borretschgewächse(Boraginaceae)
Es ist ein einjähriges Kraut, das bis ca. 1 m hoch wächst. Die Blütezeit ist Mai bis September und geerntet wird Borretsch überwiegend frisch, Blätter und Blüten getrennt verwendbar
Geschmack und Aromaprofil
Die prägenden Hauptaromaverbindungen: Hexanal, Hexanol sowie spuren von Limonen, Linalool welcheüberwiegend wasser-, teils alkohollöslich sind.
Charakteristik:Mild, grün, frisch, leicht bitter, deutlich gurkenartig, kühlend.
Wirkung und Wissenswertes
In der Volksmedizin wird Borretsch als nervenstärkend, stimmungsaufhellend und beruhigend geschätzt auber auch Einsatz bei Fieber, Nierenbeschwerden, Hautproblemen (z. B. Neurodermitis) uwrde beschrieben
Ebenso werden ihm aphrodisierende Wirkung werde ihm zugeschrieben wonach scheinbar gerade Mönchen und Nonnen der verzehr sowie der Anbau untersagt wurde.
Achtung: enthält potenziell leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide – nur gelegentlich und in kleinen Mengen verwenden
Lagerung und Hinweise
Der Borretsch sollte immer frisch verwendet werden, jedoch ist er kurzzeitig in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank ein paar Tage lagerbar
Getrockneter Borretsch verliert nahezu sein gesamtes Aroma und ist kulinarisch nur eingeschränkt sinnvoll
Verwendung
Verwendet werden hauptsächlich Blätter und Blüten.
Borretsch eignet sich für: Salate, Dressings, Kalte Soßen, Suppen (nur als Finish), Garnitur für Fleisch-, Pilz- und Kohlgemüsegerichte
Partner und Aromapairing
Gute Gewürzpartner: Dill, Fenchel, Anis, Kresse, Knoblauch, Zwiebel, Pfeffer, Piment, Chili, Koriander, Senfsaat, Lorbeer
Ideale Zutatenpartner: Milchprodukte (Quark, Joghurt, Sauerrahm, Schmand), Pilze, Kohlgemüse, Fleisch, Reis, Tomaten, Zucchini, Auberginen
Tipps für Maximum Flavor
Die Hauptaromastoffe sind wasser- und alkohollöslich
Borretsch eignet sich nicht zum Mitkochen
Für maximalen Geschmack Blätter frisch fein hacken und als Finish über Gerichte streuen oder roh unterheben.
Daher ideal für kalte Anwendungen und frische Akzente