Currykraut
Currykraut ist ein aromatisches mediterranes Kraut, das trotz seines Namens kein Bestandteil klassischer Currymischungen ist. Es wird seit der Antike geschätzt und findet heute vor allem in der mediterranen Küche Verwendung, wo es Gerichten eine warme, curryartige Tiefe verleiht.
Namen und Synonyme
DE: Currykraut, Italienische Strohblume, Italienische Immortelle, Currypflanze.
EN: White Leaf Everlasting.
FR: Immortelle blanche.
ES: Immortella, Hierba del curry.
Aussehen und Merkmale
Currykraut ist an seinen silber- bis graugrünen, schmalen, nadelartigen Blättern gut zu erkennen.

Es wächst buschig, mit leicht verholzenden Stängeln, und erinnert optisch an Rosmarin.
Beim Zerreiben verströmt es ein intensives, warmes Curryaroma.
Herkunft und Geschichte
Das Currykraut stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa und dem Mittelmeerraum. Bereits Griechen und Römer nutzten es in der Antike sowohl als Heilpflanze als auch in rituellen Anwendungen.
Von dort aus verbreitete es sich über den gesamten Mittelmeerraum bis nach Nordafrika und Mitteleuropa.
Anbau und Ernte
Der botanische Name des Currykrauts ist Helichrysum italicum; es gehört zur Familie der Korbblütler.
Es handelt sich um einen Halbstrauch, der bis zu 60 cm hoch wird. Geerntet wird das Kraut vor der Blüte, da hier die meisten ätherischen Öle vorhanden sind.
Hauptanbaugebiete sind Südosteuropa und Teile Nordafrikas.
Geschmack und Aromaprofil
Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Nerylacetat, Limonen, Linalool, Borneol und Pinen, die überwiegend fettlöslich sind.
Charakteristik: Aromatisch wird Currykraut als curryartig, warm, leicht blumig, mild süßlich und teilweise harzig beschrieben.
Wirkung und Wissenswertes
In der Natur- und Volksheilkunde wurde Currykraut traditionell bei Hautentzündungen, Wundheilung und allgemeinen Entzündungen eingesetzt.
Ihm werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften zugeschrieben.
Darüber hinaus findet es Anwendung als natürlicher Raumduft und Insektenabwehr.
Lagerung und Hinweise
Currykraut sollte bevorzugt frisch verwendet werden.
Zum Trocknen eignet es sich nur eingeschränkt, da es dabei stark an Aroma verliert.
Eine gute Alternative ist das Einfrieren, wodurch das Aroma über mehrere Monate relativ gut erhalten bleibt.
Verwendung
Verwendet werden die gesamten Stängel mit den Blättern.
Currykraut eignet sich besonders zum Aromatisieren von Reisgerichten, Gemüse, Suppen, Soßen und Schmorgerichten. Klassische Einsatzgebiete sind Lamm- und Geflügelgerichte.
Partner und Aromapairing
Gute Gewürzpartner: Kümmel, Kreuzkümmel, Lorbeer, Kardamom, Zitronen-, Orangen- und Limettenschalen, Knoblauch, Zwiebel sowie klassische Currymischungen
Ideale Zutatenpartner: Reis, Rind- und Lammfleisch, Zucchini, Aubergine, Tomaten, Eier und Eierspeisen, Kartoffeln und Kürbis
Tipps für Maximum Flavor
Die Aromastoffe des Currykrauts sind überwiegend fettlöslich.
Für maximale Aromaausbeute empfiehlt es sich, ganze Zweige in Fett mitzuerhitzen und vor dem Servieren zu entfernen.
Alternativ können die Zweige kurz vor Garende zugegeben und anschließend wieder entnommen werden, um eine schöne frische Currynote zu erzeugen
Roh sollte Currykraut nicht verwendet werden, da es bitter schmeckt und eine harte, harzige Textur besitzt.