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Dillspitzen

Dillspitzen

Dillspitzen ist den meisten vor allem aus klassischen Fischgerichten wie Forelle oder Graved Lachs bekannt. Darüber hinaus spielt es eine zentrale Rolle beim Einlegen und Konservieren und ist gerade in der Konservenindustrie äußerst beliebt. Trotz seiner feinen Aromatik ist Dill ein Gewürz mit großer kulinarischer Bedeutung.

 

Name und Synonyme

Dill ist unter verschiedenen Namen bekannt:

DE: Dillspitzen, Gurkenkraut, Kuchenkrümmel, Blackkraut, Kapernkraut
EN: Dill, Dill weed
FR: Aneth, Aneth odorant
ES: Eneldo

Aussehen und Merkmale

Dillkraut zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

Merkmale_Dill

  • fein gefiederte, dünne Blättchen

  • Pflanze wird etwa 1 bis 1,5 Meter hoch

  • Ausbildung einer kronenartigen Blütendolde

  • tiefgrüne Farbe der Blätter

  • hohler Stängel

  • Dolden blühen goldgelb

Herkunft und Geschichte

Dill wurde bereits vor über 2.000 Jahren im alten Ägypten verwendet. Auch Griechen und Römer kannten und schätzten ihn sowohl wegen seines Geschmacks als auch seiner Wirkungen.
Ursprünglich ist Dill im Mittelmeerraum und in Westasien beheimatet, wird heute jedoch weltweit kultiviert.

Historisch galt Dill lange Zeit nicht nur als Gewürz, sondern auch als Schutz- und Zauberkraut. In Kombination mit Kümmel und Anis wurde er als Mittel gegen Hexen und Dämonen eingesetzt. Erst nach und nach entwickelte sich Dill vom magischen Schutzmittel zu einem beliebten Küchenkraut, insbesondere in der Neuen Welt während der Besiedlung Amerikas.

 

Anbau und Ernte

Der Botanische Name der Dillpflanze ist Anethum graveolens und gehört zu der Familie der  Doldenblütther

Heute wird Dill auf spezialisierten Dillfeldern angebaut.

  • einjährige Pflanze

  • jährliche Neueinsaat erforderlich

  • Wuchshöhe: ca. 1–1,5 Meter

  • Ernte durch Mähen

  • Trennung von Blättern und Samen

  • Stängel werden frisch verkauft oder getrocknet

Die heutigen größten Anbauregionen sind: Indien, Pakistan, USA und der Mittelmeerraum

Geschmack und Aromaprofil

Die prägende Aromaverbindung im Dillkraut ist  D-Carvon und gehört zu den Terpenen.

Charakteristik: leicht süßlich, aromatisch, fein, aber präsent, Anklänge von Kümmel, dezente Zitrusnoten

Wirkung und Wissenswertes

Ab dem Mittelalter entwickelte sich Dill zu einem wichtigen  Konservierungskraut, besonders in Osteuropa und Russland. Dort wurde er fester Bestandteil der Sauerkonservierung, vor allem in der osteuropäisch-jüdischen Küche.

In der Naturheilkunde wurde Dill traditionell verwendet als:

  • Magenmittel bei Koliken

  • leichtes Sedativ

Zugeschriebene Eigenschaften sind unter anderem:

  • beruhigend

  • appetitanregend

  • magenstärkend

  • entkrampfend

  • entzündungshemmend

Lagerung und Hinweise

  • Dill möglichst frisch verwenden

  • Trocknen führt zu starkem Aromaverlust

  • bessere Konservierungsmethoden:

    • Einlegen in Öl

    • Tiefkühlen / Einfrieren

Verwendung

Dill ist ein sehr leichtes Kraut mit feinen Aromen und sollte  nicht mitgekocht werden.

  • idealerweise frisch und am Ende der Garzeit zugeben

  • klassische Verwendung mit Fisch & Meeresfrüchte

  • fester Bestandteil von Beizmarinaden (z. B. Gravlax)

  • häufig eingesetzt für sauer eingelegtes Gemüse, insbesondere eingelegte Gurken

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:

Kümmel, Anis, Fenchel, Koriander, Piment, Lorbeer

Ideale Zutatenpartner:

Fisch, Brot, Karotten, Zwiebeln, Gurken, Äpfel

Tipps für Maximum Flavor

  • Die Hauptinhaltsstoffe von Dill sind Fettlöslich

  • Ideal ist das Einlegen in Öl oder die Herstellung von Dillöl

  • Alternativ: leichtes Erhitzen in Öl

  • Auch effektiv: frischer Dill mit Essig oder Zitronensaft und etwas Zucker mischen

  • Beste Methode: frisch und roh am Ende des Gerichts zugeben, um das volle Aroma zu erhalten

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