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Englische Minze

Englische Minze

Die englische grüne Minze ist eine der wichtigsten kulinarisch genutzten Minzarten. Sie besitzt ein frisches, mentholiges, jedoch deutlich milderes und ausgewogeneres Aromaprofil als Pfefferminze und eignet sich sowohl für süße als auch herzhafte Gerichte. Neben ihrer großen Bedeutung in der Küche ist sie seit der Antike auch als Heilpflanze geschätzt.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Grüne Minze, Englische grüne Minze, Ährige Minze, Römische Minze, Waldminze, Balsamkraut, Braunheiligenkraut
EN: Spearmint, English Spearmint, Garden Mint
FR: Menthe verte
ES: Menta verde

 


 

Aussehen und Merkmale

Die englische grüne Minze besitzt satt- bis dunkelgrüne Blätter, die glatt bis leicht gekräuselt sind und deutlich sichtbare Blattadern aufweisen. 

Merkmale_Minze

Die Blätter sind oval bis länglich geformt. Die Stängel sind rötlich, vierkantig und typisch für Lippenblütler. 

Beim Zerreiben verströmt sie ein frisches, mentholiges, aber nicht stechendes Aroma.

 


 

Herkunft und Geschichte

Minzen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurden bereits vor unserer Zeitrechnung als Heil- und Kulturpflanzen genutzt. 

Durch römische Händler gelangten sie im 5. Jahrhundert nach Mittel- und Nordeuropa. 

Die englische grüne Minze zählt zu den ältesten kultivierten Minzarten. Die heute bekannte Pfefferminze entstand erst im 17. Jahrhundert durch Kreuzung verschiedener Minzarten vom englischen Bologen John Ray.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name lautet Mentha spicata und sie gehört zur Familie der Lippenblütler. 

Es handelt sich um eine mehrjährige, ausdauernde Staude, die bis zu 80 cm hoch wird. 

Geerntet werden die Blätter kurz vor der Blüte zwischen Juli und September, da sie in diesem Stadium den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen besitzen.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Menthol, Carvon, Cineol und Limonen, welche überwiegend fett- und alkohollöslich sind.

Chrakteristik: frisch, leicht mentholig, kühlend, leicht scharf und klar

 


 

Wirkung und Wissenswertes

In der Volksmedizin wird Minze seit Jahrhunderten eingesetzt. Ihr werden antibakterielle, verdauungsfördernde, krampflösende, kühlende und beruhigende Eigenschaften zugeschrieben. 

Sie kann bei Übelkeit, Blähungen, Kopfschmerzen, Stress und Nervosität helfen. Wichtig zu wissen: Der Begriff „Minze“ bezieht sich meist auf Pfefferminze, obwohl es über 600 Minzarten gibt. 

Im Großen und Ganzen werden die Minzen in 2 Arten eingeteilt: Die Edelminzen - mit hohem Mentholgehalt und die Minzen mit wenig bis keinem Mentholgehalt, die sich besonders für die Küchen eignen.

Ernest Hemingway war ein echter Minzeliebhaber und bestellte daher auch auf Kuba in seiner Stammkneipe El Floridida in Havanna immer seinen Mojito.

 


 

Lagerung und Hinweise

Frische Minze sollte möglichst sofort verwendet werden. 

Kurzfristig kann sie in feuchten Tüchern im Kühlschrank gelagert werden. 

Tiefkühlen erhält das Aroma über mehrere Monate. 

Getrocknete Minze ist lichtempfindlich und entwickelt ein stärkeres Mentholaroma. Sie sollte luftdicht, lichtgeschützt, trocken und kühl gelagert werden und hält mehrere Monate

 


 

Verwendung

Verwendet werden ausschließlich die Blätter. 

Englische grüne Minze eignet sich für Süßspeisen, Tees, Dressings, Joghurtsoßen, Dips, aber auch als Frischekontrast zu kräftigen, deftigen Gerichten wie Lamm, Eintöpfen, Currys oder Hackfleisch. 

Besonders beliebt ist sie in der orientalischen und mediterranen Küche.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:
Knoblauch, Zwiebel, Kümmel, Kreuzkümmel, Fenchel, schwarzer Pfeffer, Piment, Kardamom, Lorbeer, Zimtblatt, Oregano, Majoran, Basilikum

Ideale Zutatenpartner:
Milch, Sahne, Joghurt, Sauerrahm, Lamm, Rind, Hackfleisch, Kartoffeln, Kürbis, Bohnen, Kichererbsen, Linsen, scharf gewürzte Speisen

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die Aromen der Minze sind flüchtig und überwiegend fett- und alkohollöslich

Sie eignet sich nicht für langes Mitgaren. Idealerweise wird Minze kurz vor Garzeitende zugegeben oder roh als Finishing verwendet. 

Alternativ lassen sich ihre Aromen durch kurzes Auskochen in Fett oder Alkohol oder durch Extraktion in neutralem Pflanzenöl sehr gut gewinnen.

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