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Eukalyptusblätter

Eukalyptusblätter

Eukalyptusblätter sind vor allem aus der Aromatherapie und der Naturmedizin bekannt. In der Küche finden sie nur sehr dosiert Anwendung, können dort jedoch als starkes Aromakraut gezielt Akzente setzen und Gerichte um frische, mentholige Noten ergänzen.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Eukalyptus, Blaugummibaum, Eukalyptusbaum, Eukalyptusblätter
EN: Eucalyptus
FR: Eucalyptus
ES: Eucalipto

 


 

Aussehen und Merkmale

Die verwendeten Eukalyptusblätter besitzen einen dünnen Stiel und eine blaugraue bis silbrig-grüne Färbung. 

 

Merkmale_Eukalyptus

 

Die Blätter sind lanzetten- bis sichelförmig, ledrig in der Textur und wirken durch ihre feste Struktur sehr markant.

 


 

Herkunft und Geschichte

Eukalyptus ist ursprünglich in Australien beheimatet und wurde dort bereits seit Jahrtausenden von den Aboriginals genutzt. 

Vor allem seine antiseptischen und heilenden Eigenschaften machten ihn zu einer bedeutenden Pflanze. 

In der Neuzeit fand Eukalyptus vor allem in der Pharmazie und Aromatherapie Verbreitung. 

Erst später entdeckte man auch sein kulinarisches Potenzial, allerdings ausschließlich in sehr zurückhaltender Dosierung.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name des Gewürzes lautet Eucalyptus und gehört zur Familie der Myrtengewächse.


Eukalyptus wächst als immergrüner Baum und kann je nach Art Höhen von bis zu 60 Metern erreichen. Es exestieren ungefähr rund 500 Unterarten des Eukalyptus. 

Geerntet werden in erster Linie die Blätter, die frisch oder getrocknet weiterverarbeitet oder zur Destillation von ätherischem Öl verwendet werden.

Angebaut wird Eukalyptus vor allem in subtropischen Regionen, hauptsächlich in Australien. 

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Cineol, Pinene, Limonen und Terpene, und sie sind fettlöslich und wasserlöslich.

Charakteristik:
Sehr intensiv, ätherisch, stark eukalyptisch, mentholig, kühlend, frisch, mit medizinischen und leicht kampferartigen Noten. Die Aromatik ist extrem dominant und schnell überlagernd.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

Eukalyptus besitzt eine lange Tradition in der Naturmedizin. Ihm werden antiseptische, schleimlösende und kühlende Eigenschaften zugeschrieben, weshalb er häufig bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Die Blätter sind Grundlage für die Herstellung von Eukalyptusöl.


Der Eukalyptusbaum entzieht seiner Umgebung viel Wasser, was das Wachstum anderer Pflanzen erschwert, ihn jedoch ideal zur Trockenlegung von Sumpfgebieten macht. 

Kulinarisch ist Vorsicht geboten: In größeren Mengen wirkt Eukalyptus toxisch, weshalb ein hoher oder regelmäßiger Verzehr vermieden werden sollte.

 


 

Lagerung und Hinweise

Frische Eukalyptusblätter lassen sich einige Tage im Kühlschrank lagern.

Getrocknete Blätter sollten kühl, trocken, luftgeschützt, lichtgeschützt und feuchtigkeitsgeschützt aufbewahrt werden und sind so mehrere Monate haltbar. Destilliertes Eukalyptusöl ist bei sachgerechter Lagerung ebenfalls über Monate stabil.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die Eukalyptusblätter beziehungsweise deren ätherische Öle. 

In der Küche kommt Eukalyptus ausschließlich in sehr kleinen Mengen zum Einsatz. Er dient zum Aromatisieren von Fleisch, Fisch, Desserts oder Getränken und wird nicht als klassisches Würzmittel, sondern als aromatischer Akzent verwendet.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Lorbeer, Rosmarin, Wacholder, schwarzer Pfeffer, Zitronenschalen, Kaffirlimette, grüner Kardamom, Zimt, Nelken, Piment

Ideale Zutatenpartner: Wild, Lamm, Rind, dunkle Schokolade, Milchdesserts, Getränke

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind fett- und wasserlöslich.

Mit Eukalyptus sollte nicht direkt gewürzt werden, sondern ausschließlich zur Aromatisierung eingesetzt werden. 

Ideal ist das kurze Infundieren in fetthaltigen Medien wie Butter oder Öl, vorzugsweise gegen Ende der Garzeit. 

Auch das kurzzeitige Mitziehenlassen einzelner Blätter gegen Ende der Garzeit kann ausreichend sein. 

Eine sehr sparsame Dosierung ist entscheidend, da Eukalyptus schnell bitter und überdominant wirkt. 

Er eignet sich am besten zur geschmacklichen Abrundung und als verbindendes Aroma zwischen anderen Gewürzen.

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