Schwarzer Kreuzkümmel
Der schwarze Kreuzkümmel gehört zu den Kümmelverwandten und ist eine arabisch-persische Unterart des Kreuzkümmels. Trotz seines Namens darf er keinesfalls mit Schwarzkümmel verwechselt werden. Er zeichnet sich durch ein feineres, eleganteres Aromaprofil aus und wird vor allem in der arabischen, persischen und indischen Küche geschätzt.
Namen und Synonyme
DE: Schwarzer Kreuzkümmel, Kaiserlicher Kreuzkümmel, Himalaya-Kreuzkümmel
EN: Black Cumin, Persian Black Cumin
FR: Cumin noir
ES: Comino negro
Aussehen und Merkmale
Der schwarze Kreuzkümmel ähnelt äußerlich stark dem klassischen Kreuzkümmel, ist jedoch dunkler gefärbt und wirkt feiner.

Die Samen sind drei bis fünf Millimeter lang, schmal, leicht gebogen bis bananenförmig und besitzen die typischen Längsrippen der Kümmelarten.
Im Vergleich zum Kreuzkümmel sind sie deutlich dünner und bräunlich bis dunkelbraun gefärbt.
Herkunft und Geschichte
Der schwarze Kreuzkümmel ist eine arabisch-persische Unterart des Kreuzkümmels und stammt aus Zentralasien bis in die Himalaya-Region.
Er wächst dort teils wild und wird vor allem in Indien, Persien und angrenzenden Regionen traditionell genutzt.
In Nordindien wird er häufig anstelle von klassischem Kreuzkümmel verwendet.
Aufgrund seines Namens kam es historisch immer wieder zu Verwechslungen mit Schwarzkümmel.
Anbau und Ernte
Der botanische Name des Gewürzes lautet Bunium persicum und gehört zur Familie der Doldenblütler.
Hauptanbau- und Sammelgebiete liegen in Zentralasien, im Iran, Afghanistan, Pakistan sowie im Himalaya-Raum.
Geschmack und Aromaprofil
Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Cuminaldehyd, Thymol, Terpinen und Caryophyllen und sie sind sehr gut fettlöslich und gut alkohollöslich.
Charakteristik: erdig, warm, tief, elegant, weniger aggressiv als Kreuzkümmel oder Schwarzkümmel, leicht nussig nach dem Erhitzen. Roh wirkt schwarzer Kreuzkümmel eher unangenehm, erst durch Rösten oder Kochen entfaltet sich sein feines, rundes Aroma.
Wirkung und Wissenswertes
Der schwarze Kreuzkümmel gehört botanisch zu den Doldenblütlern und ist eng mit Kreuzkümmel und Koriander verwandt.
Er wird jedoch häufig mit Schwarzkümmel verwechselt, der botanisch Nigella sativa heißt und zu den Hahnenfußgewächsen gehört und damit nicht verwandt ist.
In den Ursprungsländern wird schwarzer Kreuzkümmel traditionell für seine verdauungsfördernden Eigenschaften geschätzt und gilt als milder und harmonischer als andere Kümmelarten.
Lagerung und Hinweise
Ganze Samen sollten kühl, trocken, luft- und lichtgeschützt gelagert werden und halten sich so mehrere Monate.
Gemahlener schwarzer Kreuzkümmel verliert relativ schnell an Aroma und sollte zügig verbraucht werden.
Verwendung
Verwendet werden die ganzen oder gemahlenen Samen.
Der schwarze Kreuzkümmel wird in der arabischen, persischen und indischen Küche ähnlich wie Kreuzkümmel eingesetzt.
Besonders in Nordindien ersetzt er häufig den klassischen Kreuzkümmel. Er ist Bestandteil vieler Gewürzmischungen und würzt Currys, Ragouts, Linsengerichte, Soßen und Dips.
Partner und Aromapairing
Gute Gewürzpartner:
Koriander, Kardamom, Zimt, Nelke, Piment, schwarzer Pfeffer, Lorbeer, Sumac, Berberitze, Tamarinde, Ingwer, Galgant, Kurkuma, Muskatnuss, Muskatblüte
Ideale Zutatenpartner:
Lamm, Rind, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen, Reis, Kartoffeln, Kürbis, Wurzelgemüse, Joghurt, Frischkäse, Butter
Tipps für Maximum Flavor
Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind vor allem fett- und alkohollöslich.
Für maximale Aromaausbeute empfiehlt sich ein sanftes Trockenrösten der Samen in der Pfanne bis etwa 130 °C, gefolgt von frischem Mörsern kurz vor der Verwendung.
Alternativ kann schwarzer Kreuzkümmel zu Beginn im Fett gemeinsam mit Zwiebeln und Knoblauch angeschwitzt werden, wodurch seine warmen, nussigen Aromen optimal extrahiert werden.