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Majoran

Majoran

Majoran zählt zu den beliebtesten Gewürzkräutern Europas und sollte in keiner Küche fehlen. Vielseitig einsetzbar, mit einem wunderbar runden Aroma, eignet er sich hervorragend zum Aromatisieren, Verfeinern und Abrunden zahlreicher Gerichte – vom Alltagsklassiker bis zur deftigen Küche.

 

Name und Synonyme

Majoran ist unter verschiedenen Namen bekannt:

DE: Wurstkraut, Bratenkraut, Majoran
EN: Marjoram, Sweet Marjoram
FR: Marjolaine, Grand Origan
ES: Almaraco

Aussehen und Merkmale

Da Majoran eng mit Oregano verwandt ist, kommt es häufig zu Verwechslungen. Diese Merkmale helfen bei der Unterscheidung:

 

Merkmale_Majoran

  • rötlicher bis grauer Stiel

  • Stiele 4 Kantig

  • kleine eiförmige Blätter

  • Blätter oben und unten filzig behaart

  • Blütenfarbe von weiß bis malvenfarben

Herkunft und Geschichte

Die genaue Herkunft des Majorans ist nicht eindeutig geklärt, vermutlich stammt er ursprünglich aus Indien. Über arabische Händler gelangte er über Nordafrika nach Europa, wo er heute im gesamten Mittelmeerraum kultiviert wird.
Wie viele Kräuter war Majoran zunächst vor allem wegen seiner  heilkundlichen Eigenschaften geschätzt und etablierte sich erst später als festes Küchenkraut.

Ein besonders bekannter Anbaustandort liegt in Deutschland, genauer in Aschersleben (Sachsen-Anhalt), das für hochwertigen deutschen Majoran bekannt ist.


Anbau und Ernte

Der Botansiche Name bon Majoran ist Origanum majorana und er gehört zur Familie der Lippenblütler

  • Anbau erfolgt in Feldern

  • Wuchshöhe bis ca. 60 cm

  • Ernte frisch, Weiterverarbeitung frisch oder getrocknet

Unterscheidung der Handelsformen:

  • geriebener Majoran: von Hand gepflückte Blätter

  • geschnittener Majoran: Blätter mit teilweise Stängelanteilen

 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromastoffe sind Cineol und Linalool, beides intensiv duftende Terpene.

Charakteristik frischer Majoran: süßlich, würzig, leicht harzig, erfrischend

Charakteristik getrockneter Majoran: milder, weniger intensiv, etwas bitter, erinnert geschmacklich an Thymian und Oregano

Frischer Majoran ist deutlich aromatischer und komplexer.


Wirkung und Wissenswertes

In der Naturheilkunde ist Majoran bekannt für seine:

  • verdauungsfördernden Eigenschaften

  • entzündungshemmende Wirkung

  • harntreibenden Effekte

Frisch geriebener Majoran wurde traditionell auch bei Schnupfen eingesetzt.
Wissenswert: Majoran sollte idealerweise am frühen Morgen oder späten Nachmittag geerntet werden, da zu diesen Zeiten der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist.

 

Lagerung und Hinweise

  • Majoran lässt sich gut trocknen

  • verliert dabei jedoch einen Teil seines Aromas

  • Lagerung stets:
    luftdicht, lichtgeschützt, trocken, kühl und dunkel

Verwendung

Majoran wird vielseitig eingesetzt:

  • zum Würzen und Verfeinern

  • als Finishing-Kraut

  • besonders beliebt bei fettreichen Gerichten

Typische Anwendungen:

Hackfleisch, Wurstherstellung, große Braten, Ragouts

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:
Oregano, Lorbeer, grüner Kardamom, Koriander

Gute Zutatenpartner:

Schweinefleisch, Geflügel, Brot, Knödel

Tipps für Maximum Flavor

Hauptaromastoffe wie Linalool und Cineol sind fettlöslich 

  • Frischer Majoran eignet sich nicht zum Mitkochen → erst am Ende der Garzeit zugeben

  • Getrockneter Majoran sollte frühzeitig ins Gericht, damit sich die Aromen entfalten können

  • In beiden Fällen Blätter vorher zerreiben

  • Getrockneter Majoran kann kurz in Fett angeröstet werden, umdie Oberfläche zu knacken und die Aromen besser austreten können

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