Griechischer Oregano
Eine andere Untervariante des klassischen Oreganos ist der griechische Oregano, der etwas stärkere Thymiannoten in Kombination mit Oreganonoten aufweist.
Namen und Synonyme
DE: Griechischer Oregano, Wintermajoran, Wintersüßmajoran, Falscher Staudenmajoran, Griechischer Dost, Italienischer Dost, Pizza-Oregano
EN: Greek Oregano, Winter Sweet Marjoram
FR: Origan grec
ES: Orégano griego
Aussehen und Merkmale
Der griechische Oregano ist an seinen rötlichen Stielen und den kleinen, eiförmigen Blättern zu erkennen.

Diese sind filzig weiß behaart, während die die Blätter dunkelgrün sind welche die für Oregano typischen kleinen Blätter vorweisen.
Herkunft und Geschichte
Der griechische Oregano stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war bereits im antiken Griechenland ein geschätztes Heil- und Würzkraut.
In der griechischen Mythologie soll die Göttin Aphrodite Brautpaaren Kränze aus Oregano geschenkt haben.
Heute ist Oregano ein unverzichtbares Gewürz der mediterranen Küche und besonders auf Pizzen sehr beliebt.
Anbau und Ernte
Der botanische Name des griechischen Oreganos lautet Origanum vulgare hirtum, Synonym Origanum heracleoticum, und gehört zur Familie der Lippenblütler.
Er wächst als buschige Staude und erreicht eine Höhe von bis zu 25 Zentimetern. Charakteristisch sind seine weißen Blüten. Die Pflanze kann über das gesamte Jahr hinweg geerntet werden, da sie regelmäßig zurückgeschnitten wird. Zudem gilt der griechische Oregano als sehr winterhart.
Geschmack und Aromaprofil
Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Carvacrol, Thymol, Caryophyllen und Terpinen und sie sind sehr gut fettlöslich sowie sehr gut alkohollöslich.
Charakteristik: krautig, würzig mit intensiver Oreganonote und leichter Pfeffer-Schärfe. Zudem zeigen sich leicht harzige Nuancen, die an Thymian erinnern.
Wirkung und Wissenswertes
In der Naturmedizin wird Oregano traditionell eingesetzt. Aufgüsse daraus sollen bei Erkältungen unterstützend wirken, den Magen beruhigen und generell die Gesundheit fördern.
Gerade der griechische Oregano gilt als besonders hitzestabil und eignet sich daher sehr gut für lange Garzeiten, da er sein Aroma auch bei längerer Hitzeeinwirkung weitgehend behält.
Lagerung und Hinweise
Frischer griechischer Oregano kann feucht eingeschlagen mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Getrockneter Oregano hält sich mehrere Monate, sofern er kühl, trocken, luftgeschützt und feuchtigkeitsgeschützt gelagert wird.
Verwendung
Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter des griechischen Oreganos. Er eignet sich ideal zum Würzen von Fleisch, Meeresfrüchten und Fisch sowie zur Herstellung von Soßen, Suppen, Dips und Marinaden.
Partner und Aromapairing
Gute Gewürzpartner: Knoblauch, Paprika, Chili, schwarzer Pfeffer, Rosmarin, Basilikum, Majoran, Kümmel, Koriander, Thymian, Lorbeerblatt, Wacholder, Schwarzkümmel.
Ideale Zutatenpartner: Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Ziegenkäse, Schafskäse, Lamm, Geflügel, Schwein, Kartoffeln, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte.
Tipps für Maximum Flavor
Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind fett- und alkohollöslich.
Der griechische Oregano ist besonders hitzestabil und eignet sich hervorragend für längere Garzeiten. Fett dient als zentraler Geschmacksträger, um seine Aromen optimal zu transportieren.
Es empfiehlt sich, ihn frühzeitig fettreichen Medien beizugeben oder mit Fett zu vermischen, um seine Bitterkeit zu regulieren und die Aromaintensität zu steigern.
Auch das kurze Mitschwenken in brauner Butter bei moderater Hitze kann sein volles Potenzial entfalten.
Frische Blätter sollten leicht angerieben oder angeknickt werden, damit sich die ätherischen Öle besser lösen.
Getrockneter griechischer Oregano ist deutlich intensiver und sollte entsprechend dosiert werden.