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Kirgisischer Oregano

Kirgisischer Oregano

Auch der kirgisische Oregano ist eine Unterart des gemeinen Oreganos, auch wenn er optisch eher an Basilikum erinnert.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Kirgisischer Oregano, Russischer Oregano, Türkischer Oregano
EN: Kyrgyz Oregano, Russian Oregano
FR: Origan russe
ES: Orégano kirguís, Orégano de Kirguistán

 


 

Aussehen und Merkmale

Der kirgisische Oregano besitzt für Oregano eher untypische Blätter. 

Diese erinnern stark an Basilikum, da sie größer, oval und leicht spitz zulaufend sind, zugleich jedoch eher abgerundet und fleischig wirken. 

Die Blätter sind an den Seiten leicht behaart und zeigen eine grüne bis blaugrüne Färbung. 

Junge Pflanzen weisen leicht rötliche Stiele auf, die mit zunehmendem Alter intensiver rötlich gefärbt erscheinen.

 


 

Herkunft und Geschichte

Die Herkunft des kirgisischen Oreganos wird in den bergigen Regionen Zentralasiens vermutet, insbesondere in Tadschikistan und im namensgebenden Kirgisistan. 

Während der klassische Oregano vor allem im Mittelmeerraum heimisch ist und warme, sonnige Standorte bevorzugt, gedeiht der kirgisische Oregano auch in kälteren und kühleren Bergregionen.

Von dort aus verbreitete er sich durch Händler über weitere Teile Europas und ist heute in verschiedenen Regionen anzutreffen.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name des kirgisischen Oreganos lautet Origanum tyttanthum und gehört zur Familie der Lippenblütler.

Er wächst aufrecht in buschigen Stauden und kann eine Höhe von bis zu siebzig Zentimetern erreichen. Er gilt als sehr winterhart und bevorzugt kühlere, höher gelegene Bergregionen.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Carvacrol, Thymol, Thymen, Bornyl sowie geringe Anteile von Thujon und sie sind sehr gut fettlöslich sowie sehr gut alkohollöslich.

Charakteristik: sehr kräftigen und intensiven Oregano-Geschmack, würzig und warm, mit leicht fruchtigen und angenehm frischen Aromen.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

Auch in der lokalen Heilmedizin nimmt der kirgisische Oregano einen festen Platz ein. Ihm werden verdauungsfördernde, krampflösende und antiseptische Eigenschaften zugeschrieben.

In den regionalen Kulturen wird er häufig als Tee aufgegossen und getrunken, um Magenbeschwerden zu lindern.

 


 

Lagerung und Hinweise

Frische Oreganosträuße können feucht eingeschlagen mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Getrocknete Oreganostauden und Blätter sollten kühl, luftgeschützt, lichtgeschützt und feuchtigkeitsgeschützt gelagert werden. So behalten sie ihr Aroma mehrere Monate.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter des kirgisischen Oreganos. 

Er eignet sich besonders für deftige und herzhafte Gerichte sowie für Soßen, beispielsweise Tomatensoßen oder gegrilltes Fleisch.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Kreuzkümmel, Ajowan, Koriander, Paprika, Knoblauch, schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, Chili, Thymian, Lorbeer, Wacholder, Rosmarin, Basilikum.

Ideale Zutatenpartner: Fruchtgemüse, Tomaten, Zucchini und Auberginen, Hülsenfrüchte, deftiges Fleisch wie Lamm, Rind und Wild, Geflügel, Schwein, Fisch, Schafskäse, Ziegenkäse sowie Wurzelgemüse.

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind fett- und alkohollöslich.

Wie viele andere Oreganoarten ist auch der kirgisische Oregano relativ hitzestabil und eignet sich für längeres Mitkochen. 

Um seine frischen und leicht zitrischen Aromen stärker hervorzuheben, empfiehlt es sich jedoch, ihn zusätzlich kurz vor Garende erneut hinzuzufügen.

Die Blätter sollten leicht angerieben oder angebrochen werden, damit sich die ätherischen Öle besser lösen. 

Ebenso eignet er sich als frisches Topping oder zum rohen Unterheben in Salaten, um seine fruchtigen Nuancen besonders klar zur Geltung zu bringen.

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