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Orange

Orange

Die Orange ist wohl die bekannteste und beliebteste Zitrusfrucht der Welt. Sie wird gleichermaßen für ihr saftiges Fruchtfleisch, ihren aromatischen Saft sowie in der Küche und Gastronomie für ihre intensiv duftenden Schalen geschätzt und vielseitig eingesetzt.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Orange, Apfelsine, Süßorange, Chinaapfel, Chinesischer Apfel
EN: Orange, Sweet Orange
FR: Orange
ES: Naranja

 


 

Aussehen und Merkmale

Orangen erkennt man an ihrer kräftigen orangenen Farbe und ihrem festen Fruchtkörper.

Merkmale_Orangenschalen

Die Schale sollte glatt, unbeschädigt und typisch zitrusartig sein.

Für die Verwendung der Schale ist Bio-Qualität essenziell. Das Innere besteht aus saftigem Fruchtfleisch mit vergleichsweise dünner Schale und einem variablen Kernanteil.

 


 

Herkunft und Geschichte

Die Urform der heutigen Orange stammt vermutlich aus China und entstand aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Bereits im 10. Jahrhundert gelangte über arabische Händler die Bitterorange nach Europa. 

Die heute bekannte Süßorange kam jedoch erst im 15. Jahrhundert mit portugiesischen Seefahrern über Indien nach Europa. 

Daraus entwickelte sich auch der Name Apfelsine, was sinngemäß „Apfel aus China“ bedeutet. Mit der Kolonialisierung verbreitete sich die Orange weiter nach Amerika, wo sie ebenfalls kultiviert wurde.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name der Orange lautet Citrus × aurantium sinensis und sie gehört zur Familie der Rautengewächse

Orangen wachsen auf immergrünen Bäumen, die bis zu zehn Meter hoch werden können. 

Die Ernte erfolgt je nach Sorte und Transportweg zwischen November und März, entweder kurz vor der Vollreife oder bei vollständiger Reife. 

Die Früchte werden händisch oder maschinell geerntet, gereinigt, sortiert und anschließend in den Handel gebracht. 

Zu den wichtigsten europäischen Anbaugebieten zählen Spanien, Italien, die Türkei, Griechenland sowie Nordafrika, insbesondere Marokko.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Monoterpene und Aldehyde wie Limonen, Myrcen, Octanal und Linalool, die überwiegend fett- und alkohollöslich und nur eingeschränkt wasserlöslich sind.


Charakteristik: je nach Sorte als frisch, hell, floral, leicht säuerlich oder dezent bitter beschrieben, mit einer fruchtigen Süße, und typischem Orangenton.


 

Wirkung und Wissenswertes

In der Volksmedizin spielt die Orange aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts eine bedeutende Rolle, insbesondere zur Unterstützung des Immunsystems. 

Der Name Orange entwickelte sich über zahlreiche Sprachstufen von Sanskrit über Persisch und Arabisch bis in die europäischen Sprachen. 

Orangenschalen finden zudem breite Anwendung in der Kosmetik- und Duftindustrie, da sie etwa 0,3 bis 0,5 % ätherisches Orangenöl enthalten. Dieses Öl ist auch in der Küche prägend für das charakteristische Orangenaroma.

 


 

Lagerung und Hinweise

Orangen lassen sich kühl und trocken gelagert einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Ihre Lagerfähigkeit ist jedoch begrenzt, weshalb sie möglichst frisch verwendet werden sollten.

 


 

Verwendung

Verwendet werden hauptsächlich Fruchtfleisch und Fruchtsaft. 

In der Küche dienen jedoch besonders häufig die Schalen als Würzmittel, weshalb auf Bio-Qualität zurückgegriffen werden sollte. 

Orangenschalen aromatisieren Kuchen, Gebäck, Desserts, Schokolade, Getränke und Sirupe, aber auch herzhafte Gerichte wie Risotto, Pasta oder Suppen.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Vanille, Kakao, Schokolade, Galgant, Wacholder, Lorbeerblatt, Basilikum, Sternanis, Anis, Nelke, Muskatblüte, Kurkuma, grüner und schwarzer Kardamom, Zimt, schwarzer Pfeffer


Ideale Zutatenpartner: Wild, Ente, Lamm, Schwein, Fenchel, Karotten, Honig, Nüsse, Schokolade, Butter, Sahne, Frischkäse, Mascarpone, Ricotta

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Um das volle Orangenaroma zu nutzen und Säure sowie Süße nicht zu dominant werden zu lassen, sollten bevorzugt frische Orangenzesten verwendet werden. 

Dabei ist hochwertige Bio-Ware essenziell, um Pestizidrückstände zu vermeiden.

 Beim Abreiben sollte ausschließlich die äußere Schale verwendet werden, da der weiße Anteil bittere Noten erzeugt. 

Zesten eignen sich besonders für kalte Speisen oder sollten bei warmen Gerichten erst kurz vor Garende oder als Finish zugegeben werden. 

Ein längeres Mitkochen ist nicht empfehlenswert, da dadurch viele florale und frische Noten verloren gehen.

 

 

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