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Oregano

Oregano

Genau wie Majoran ist auch Oregano aus der südländischen Küche und ebenso aus den Küchen ganz Europas nicht mehr wegzudenken. Ein echtes Standardkraut, das sowohl im Garten als auch in der Küche seinen festen Platz hat und für kräftige, herzhafte Aromen steht.

 

Name und Synonyme

Oregano ist unter zahlreichen Namen bekannt:

DE: Echter Dost, Gemeiner Dost, Bartopfenkraut, Berghopfen, Wilder Majoran, Müllekraut, Ohrenkraut
EN: Oregan, Wild Marjoram
FR: Marjolaine, Origan, Doste, Pelevoue
ES: Orégano

 

Aussehen und Merkmale

Oregano wird häufig mit Majoran verwechselt, was auf ihre enge botanische Verwandtschaft zurückzuführen ist.

Typische Erkennungsmerkmale:

  • kleine, eiförmige, spitz zulaufende Blätter

  • rötliche Stiele

  • deutlich weniger Behaarung als Majoran

  • Behaarung je nach Unterart unterschiedlich stark

  • purpurne Rispenblütchen

 

Herkunft und Geschichte

Oregano ist ein klassisches Heil- und Gewürzkraut, vergleichbar mit Majoran oder Salbei. Seine ursprüngliche Heimat liegt im östlichen und gesamten Mittelmeerraum.
Bereits in der Antike wurden ihm schleimlösende und verdauungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.

Heute ist Oregano weltweit verbreitet, mit besonderer Bedeutung in:

Deutschland, Mittelmeerländern, Nordafrika, USA, insbesondere Italien

Anbau und Ernte


Der botanischer Name des Oregano ist:
Origanum vulgare und stammt aus der Familie der Lippenblütler

  • Anbau in Stauden auf Oregano- oder Majoranfeldern

  • Wuchshöhe bis ca. 50 cm

  • Ernte der oberirdischen Pflanzenteile

  • Weiterverarbeitung frisch oder getrocknet

  • Handelsformen: geschnitten oder gerebelt


Geschmack und Aromaprofil

Die Hauptaromastoffe sind Phenole, welche alkohol- und fettlöslich sind und Hitze benötigen, um sich voll zu entfalten und besitzt ein sehr kräftiges Aromaprofil:

Charakteristik: stark würzig, herb-aromatisch, leichte Bitternote,
erinnert an Thymian und Majoran, je nach Unterart leichte Zitrusnoten

Wirkung und Wissenswertes

Oregano weist einige Besonderheiten auf:

  • nach Teilung der Wurzeln kann sich die Blütenfarbe verändern

  • sehr große Anzahl an Unterarten und Varietäten

  • viele Varianten werden im Handel ebenfalls als Oregano oder Majoran geführt

Bekannte Varianten:

Kretamajoran / Kretaoregano, griechischer Oregano, kirgisischer Oregano, türkischer Oregano, kleinblättriger Oregano, mexikanischer Oregano, Goldmajoran

Traditionell werden dem Oregano in der Naturheilkunde einige Wirkungen zugeschrieben:

  • appetitanregend

  • entzündungshemmend

  • entwässernd

Auch gibt es einen aus Oreganoblättern hergestellter Tee. Der „roter Tee“ genannt wird und traditionell eingesetzt wird bei:

Durchfall, Atemwegserkrankungen, Muskelkrämpfen, Menstruationsbeschwerden

Lagerung und Hinweise

  • Oregano eignet sich sehr gut zum Trocknen

  • bei luftiger, trockener und dunkler Lagerung bleibt das Aroma über ein Jahr stabil

  • Oregano aus dem eigenen Garten sollte möglichst frisch verwendet werden

Verwendung

Oregano ist äußerst vielseitig einsetzbar, besonders in herzhaften Gerichten:

Ratatouille, Chilis, Ragouts, Tomatensaucen, Bratengerichte, Wurstherstellung

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:

Lorbeer, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Rosmarin & Basilikum
Aber nicht Majoran

Ideale Zutatenpartner:

Tomaten, Zucchini, Melanzani, dunkles Fleisch, Schweinefleisch

Tipps für Maximum Flavor

  • Um Bitterstoffe zu mildern, Oregano zu Beginn mit Olivenöl vermengen

  • Getrockneter Oregano eignet sich ideal für lange Garzeiten

  • Seine Aromastoffe benötigen Hitze, um sich vollständig freizusetzen

  • Frischer Oregano kann ebenfalls früh zugegeben werden und hält längere Garzeiten gut aus

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