• Kundenlogo Gelateria Tomaselli
  • Kundenlogo Matty GmbH
  • Kundenpromobild K& K Kulinarik Markthalle Innsbruck
Echter Roter Pfeffer

Echter Roter Pfeffer

Roter Pfeffer ist ein echter Pfeffer und stammt – genau wie schwarzer, weißer und grüner Pfeffer – von derselben Pflanze. Lange Zeit wurde er vom rosa Pfeffer aus Gewürzmischungen verdrängt und kaum beachtet. Aufgrund seines komplexen Aromaprofils und der aufwendigen Herstellung erfährt roter Pfeffer heute wieder steigende Bedeutung in der gehobenen Küche.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Roter Pfeffer, reifer Pfeffer
EN: Red Peppercorn
FR: Poivre rouge
EN: Pimienta roja

 


 

Aussehen und Merkmale

Roter Pfeffer ähnelt optisch dem schwarzen Pfeffer. Die Körner sind rundlich, 3–5 mm groß, runzelig und hell- bis dunkelrot gefärbt.

Merkmale_Roter_Pfeffer

Die fruchtigen Aromakomponenten sitzen überwiegend in der Schale, die Schärfe konzentriert sich im Kern 

Damit vereint roter Pfeffer die fruchtige Komplexität des schwarzen Pfeffers mit der klaren, tiefen Schärfe des weißen Pfeffers.

 


 

Herkunft und Geschichte

Wie alle echten Pfeffersorten stammt auch roter Pfeffer ursprünglich aus Indien. Über arabische Händler gelangte er nach Europa. 

Aufgrund der schwierigen Verarbeitung und der geringen Ausbeute wurde er lange kaum gehandelt und häufig durch rosa Pfeffer ersetzt. Erst in den letzten Jahren wurde roter Pfeffer wiederentdeckt und gewinnt zunehmend an Bedeutung in der gehobenen Gastronomie.

 


 

Anbau und Ernte

Der Botanischer Name des roten Pfeffers ist Piper nigrum und gehört zur Familie der Pfeffergewächse

Pfeffer ist eine mehrjährige, immergrüne Kletterpflanze, die bis zu 10 Meter hoch wachsen kann.
Für roten Pfeffer werden die Beeren vollreif geerntet, sobald sie sich rot verfärben.

Im Unterschied zum weißen Pfeffer werden die Schale durch wässern nicht entfernt und die Beeren werden schonend getrocknet und fermentiert

Dieser Prozess ist sehr anspruchsvoll, da falsche Bedingungen zu Fäulnis oder Farbverlust führen können.

Hauptanbaugebiete: Indien, Kambodscha

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Hauptpräfende Aromenprägungen sind Piperin sowie Limonen, Pinene, Caryophyllen welche fett- und alkohollöslich sind

Charakteristik: fruchtig, warm, scharf, vollmundig, ausgewogen

Roter Pfeffer vereint die Tiefe des weißen Pfeffers mit der fruchtigen Zitrusaromatik des schwarzen Pfeffers.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

Piperin steigert die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe und wirkt verdauungsfördernd. Weiters besitzt er auch antiseptische und antibakterielle Eigenschaften.

Roter Pfeffer wird häufig fälschlich mit rosa Pfeffer oder roten Chilischoten verwechselt – dabei handelt es sich hier um echten Pfeffer.

Durch seine ausgewogene Aromatik verdrängt er zunehmend den unechten rosa Pfeffer aus hochwertigen Gewürzmischungen.

 


 

Lagerung und Hinweise

Roter Pfeffer sollte kühl, trocken, dunkel, luft- und feuchtigkeitsgeschützt gelagert werden.
Ganze Körner sind mehrere Monate haltbar.

Gemahlener oder geschroteter roter Pfeffer verliert schnell an Aroma und sollte rasch verbraucht werden.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die ganzen, geschroteten oder frisch gemahlenen Körner.

Roter Pfeffer eignet sich besonders für: Fleisch (Lamm, Wild, Rind), Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse- und Wurzelgerichte, Marinaden, Fonds und Saucen

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:
Schwarzer, weißer und grüner Pfeffer, Kardamom (grün & schwarz), Piment, Zimt, Szechuanpfeffer, Anis, Fenchel, Ingwer, Galgant, Wacholder, Koriander, Muskat

Ideale Zutatenpartner:
Lamm, Wild, Rind, Fisch, Garnelen, Muscheln, eingelegtes Gemüse, Wurzelgemüse, Fruchtgemüse

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die Aromastoffe im roten Pfeffer sind fett- und alkohollöslich.
Für maximale Aromaausbeute:

  • ganze Körner kurz trocken anrösten

  • anschließend frisch mörsern oder mahlen

  • früh in fetthaltige Gerichte geben oder

  • als frisch gemahlener Pfeffer kurz vor dem Servieren einsetzen

Gemahlener roter Pfeffer sollte immer erst unmittelbar vor der Verwendung hergestellt werden.

Zurück zum Blog