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Rosenblätter

Rosenblätter

Bei uns vor allem aus Ziergärten bekannt, haben Rosenblätter seit Jahrhunderten auch ihren festen Platz in der Gewürz- und Aromawelt. Besonders in der orientalischen, persischen und arabischen Küche werden sie für ihre florale Eleganz und aromatische Tiefe geschätzt – vor allem in Süßspeisen, Getränken und feinen Würzmischungen.

 

Namen und Synonyme

DE: Rosenblätter, Damascenerrose
EN: Rose leaves, rose
FR: pétales de rose
ES: pétalos de rosa

 

Aussehen und Merkmale

Merkmale_Rosenblueten

Verwendet werden die getrockneten Blütenblätter oder Knospen.

Hochwertige Rosenblätter sind möglichst ganz, wenig gebrochen und zeigen Farbtöne von rot, dunkelrot, violett bis cremeweiß

Starker Bruch oder Verfärbungen deuten auf Qualitätsverlust hin.

 

Herkunft und Geschichte

Rosen werden seit über 5.000 Jahren in China kultiviert wo sie aufgrund ihres Aromas, Aussehen und medizinischen Heilwirkung verehrt wurden. Auch die  Römern trieben regen Anbau und dokumentierten ihre Heilwirkung.

Im Nahen Osten – insbesondere im persischen Raum – entwickelte sich die Nutzung als Gewürzpflanze weiter, vor allem durch die Herstellung von Rosenwasser und Rosenöl durch die Perser im 7 Jahrhundert.

Im europäischen Mittelalter aromatisierte man Wasser zum Händewaschen bei königlichen oder adeligen Banketten.

 

Anbau und Ernte

Botanisch gehören Rosen zur Gattung Rosa, besonders relevant ist Rosa damascena.

Die Ernte erfolgt per Hand am ersten Tag der Vollblüte, da hier der Aromagehalt am höchsten ist. 

Danach werden die Blütenblätter entweder schonend getrocknet oder zu Rosenöl destilliert.

Heutige Hauptanbaugebiete der Damascenerrose sind Türkei, Iran, Indien, Marokko und Teile des Nahen Ostens.

 

Geschmack und Aromaprofil

Prägende Aromaverbindungen sind Geraniol, Nerol, Linalool und Eugenol. Die Aromen sind überwiegend fettlöslich, teilweise auch wasserlöslich, 

Charakteristik:
blumig, süß, lieblich, moschusartig, leicht fruchtig


Wirkung und Wissenswertes

Rosenblätter spielen eine große Rolle in der Parfüm-, Kosmetik- und Aromatherapie

Ihnen werden beruhigende, angstlösende, stimmungsaufhellende und antiseptische Eigenschaften zugeschrieben.


Grundsätzlich können auch Gartenrosen getrocknet und verwendet werden, jedoch enthalten speziell für die Gewürzproduktion angebaute Rosen deutlich mehr ätherische Öle.

 

Lagerung und Hinweise

Getrocknete Rosenblätter sollten luftdicht, lichtgeschützt, trocken und kühl gelagert werden. 

Aufgrund ihrer feinen, flüchtigen Aromen sind sie nicht sehr lange lagerfähig und sollten zügig verbraucht werden.

 

Verwendung

Verwendet werden Blütenblätter und Knospen.

Typische Anwendungen sind: Rosenwasser und Rosenöl, Gelees, Sirupe, Eiscreme, arabische und orientalische Süßspeisen, Tees und Getränke,

dezente Würzkomponenten in Gewürzmischungen für Eintöpfe, Reisgerichte oder Grillgerichte

 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner:
Ingwer, Galgant, Kardamom, Muskatblüte, Zitronengras, Kaffirlimette, Orangenschale, Vanille, Piment, Nelken, schwarzer Pfeffer, Zimt, Süßholz

Ideale Zutatenpartner:
Kirschen und Steinobst, Gebäck, Eiscreme, Reisgerichte, Milchprodukte, Geflügel

 

Tipps für Maximum Flavor

Prägende Aromaverbindungen sind Geraniol, Nerol, Linalool und Eugenol. Die Aromen sind überwiegend fettlöslich, teilweise auch wasserlöslich, und besitzen eine hohe aromatische Intensität.

Da Rosenblätter ein sehr dominantes Aroma besitzen, sollten sie sparsam dosiert werden.
Für eine sanftere, ausgewogene Aromatik empfiehlt es sich, die Blätter mehrere Tage in Wasser ziehen zu lassen. Dadurch werden die Aromen abgeschwächt und harmonischer. Alternativ können sie direkt in fetthaltigen Medien eingesetzt werden, jedoch stets vorsichtig dosiert.

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