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Purpursalbei

Purpursalbei

Der Purpur-Salbei ist eine farblich ausgeprägte Variante des echten Salbeis. Aromatisch unterscheidet er sich nur geringfügig vom klassischen Salbei, wird jedoch aufgrund seiner intensiven violett-purpurnen Blattfärbung sowohl als Würz- als auch als Zierpflanze geschätzt.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Purpur-Salbei
EN: Purple Sage, Red Sage
FR: Sauge
ES: Salvia

 


 

Aussehen und Merkmale

Der Purpur-Salbei zeichnet sich durch seine intensive Blattfärbung aus. 

Merkmale_Purpursalbei

Junge Blätter erscheinen violett bis bläulich, während ältere Blätter zunehmend grünlicher werden. Die Stängel sind rötlich-violett gefärbt. 

Die Blätter sind länglich-lanzettenartig ausgeprägt, rau und leicht behaart. Insgesamt wächst die Pflanze kompakt und buschig.

 


 

Herkunft und Geschichte

Der Purpur-Salbei ist eine gezielt gezüchtete Variante des echten Salbeis. Sein Ursprung liegt im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika, insbesondere im Raum Dalmatien. 

Wie der echte Salbei besitzt auch diese Variante eine lange Tradition als Würz-, Heil- und Kulturpflanze.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name des Gewürzes lautet Salvia officinalis purpurascens und gehört zur Familie der Lippenblütler.

Der Purpur-Salbei ist ein mehrjähriger Halbstrauch, der eine Wuchshöhe von bis zu etwa 50 Zentimetern erreicht. Er ist robust, trockenheitsverträglich und eignet sich gut für Gärten und Kräuterbeete. Geerntet werden die Blätter während der gesamten Vegetationsperiode.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Thujon, Campher, Cineol und Borneol und sie sind fettlöslich und alkohollöslich.

Charakteristik: würzig, herb, mit klassischen Salbeinoten sowie kampferartigen und leicht eukalyptischen Anklängen. Eine dezente Bitterkeit ist ebenfalls wahrnehmbar.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

Der Purpur-Salbei besitzt ähnlich wie der echte Salbei einen festen Platz in der Naturheilkunde sowie in religiösen und kulturellen Kontexten. 

Er wird traditionell als Heil-, Räucher- und Schutzkraut verwendet und ist zugleich aufgrund seiner Farbe ein beliebtes Dekorationskraut. Aufgrund des enthaltenen Thujons ist eine maßvolle Verwendung empfehlenswert.

 


 

Lagerung und Hinweise

Frische Blätter sollten bevorzugt verwendet werden.

Getrocknete Purpursalbeiblätter lassen sich kühl, trocken, luftdicht und lichtgeschützt lagern und sind so bis zu einem Jahr haltbar. Alternativ kann Purpur-Salbei eingefroren oder in Öl konserviert werden.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die Blätter des Purpur-Salbeis. 

Er wird identisch zum echten Salbei eingesetzt und eignet sich für Fleischgerichte, Pasta, Gnocchi, Risotto, Hülsenfrüchte, Soßen sowie für Salbeibutter und aromatische Garnituren.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Cassia-Zimt, Piment, Sternanis, Fenchel, Muskatnuss, Muskatblüte, Kardamom, Galgant, Curryblätter, Szechuanpfeffer, Ingwer, Safran, Kurkuma, Zitronennoten, Zitronengras, schwarzer Pfeffer.

Ideale Zutatenpartner: Butter, Olivenöl, Kalb, Schwein, Ente, Gans, Bohnen, Linsen, Kürbis, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebel, Zitrusfrüchte, fettreicher Fisch.

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind fett- und alkohollöslich.


Purpur-Salbei eignet sich für längeres Aromatisieren und moderates Mitkochen. Besonders gut entfaltet er sein Aroma in Butter und Öl, wo er bei mäßiger Hitze leicht mitgeschwenkt oder gebräunt werden kann. 

Aufgrund seiner intensiven Aromatik sollte er sparsam dosiert werden, da er Speisen schnell dominieren kann.

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