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Jamaikanischer Thymian

Jamaikanischer Thymian

Ähnlich wie Salbei, Minze und Oregano besitzt auch der Thymian eine Vielzahl weiterer Unterarten. Eine davon ist der Jamaika-Thymian, der mit seiner besonderen Blattstruktur hervorsticht.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Spanischer Thymian, Mexikanischer Oregano, Kubanischer Oregano, Breitblatt-Thymian
EN: Jamaican thyme, Caribbean oregano, Cuban oregano, French thyme, Spanish thyme, Indian borage, Mexican mint
FR: Thym pays
ES: Oregano francés

 


 

Aussehen und Merkmale

Der jamaikanische Thymian ist an seiner markanten Blattstruktur zu erkennen.

Die Blätter sind oval, leicht spitz zulaufend und vergleichsweise groß. Am Rand sind sie deutlich gezahnt. 

Sie besitzen eine fleischige Struktur und sind hell- bis dunkelgrün.

 


 

Herkunft und Geschichte

Anders als sein Name vermuten lässt, stammt der jamaikanische Thymian nicht aus der Karibik, sondern aus tropischen Regionen Afrikas und Asiens. 

Vermutlich gelangte diese Variante des Thymians im Zuge der Kolonialisierung in den karibischen Raum, wo er rasch an Beliebtheit gewann und sich fest in der kulinarischen Kultur etablierte.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name des Jamaika-Thymians lautet Coleus amboinicus, Synonym Plectranthus amboinicus, und gehört zur Familie der Lippenblütler.

Er wächst als strauchiges Gewächs und kann eine Höhe von bis zu 40 cm erreichen. Geerntet wird er idealerweise, bevor er in die Blüte geht, da zu diesem Zeitpunkt das Aroma am intensivsten ist.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Carvacrol, Thymol, Cymen und Caryophyllen und sie sind sehr gut fettlöslich sowie sehr gut alkohollöslich.

Charakteristik: leicht Oregano- und Thymianartig, wobei die nicht zu stark ausgeprägt sind. Zudem zeigt er eine warme, würzige, aromatische Note mit leicht zitrischen Anklängen.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

Obwohl er jamaikanischer Thymian, kubanischer Oregano oder mexikanischer Oregano genannt wird, stammt er ursprünglich nicht aus Mittelamerika oder der Karibik, sondern aus tropischen Regionen Afrikas und Asiens.

 


 

Lagerung und Hinweise

Jamaikanischer Thymian eignet sich gut zum Trocknen. 

Die getrockneten und geriebenen Blätter sollten kühl, trocken, luftgeschützt und feuchtigkeitsgeschützt gelagert werden. So hält sich das Aroma mehrere Monate.

 


 

Verwendung

Verwendet werden die Blätter des Jamaika-Thymians.

Aufgrund seines leichten Oregano- und Thymiangeschmacks eignet er sich ideal zum Würzen von Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten sowie für Suppen, Marinaden und Salate.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Ajowan, Kümmel, Kreuzkümmel, Piment, Muskat, schwarzer Pfeffer, Majoran, Rosmarin, Oregano, Petersilie, Lorbeer, Zimt, Zitronengras.

Ideale Zutatenpartner: Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Rind, Kalb, Pilze, Kartoffeln, Wurzelgemüse, Fruchtgemüse.

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind fett- und alkohollöslich.

Der Thymian und auch der Jamaika-Thymian eignen sich für ein längeres Mitgaren und sollten daher insbesondere in fettreicheren Zubereitungen relativ früh zugegeben werden, damit sich die Aromen vollständig entfalten können.

Alternativ kann er bei moderater Hitze kurz in fettreichen Medien angebraten werden, um die Aromastoffe schneller und intensiver zu extrahieren. Auch gegen Ende der Garzeit kann er Suppen und Soßen nochmals zur gezielten Aromatisierung beigegeben werden.

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