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Timutpfeffer

Timutpfeffer

Der Timutpfeffer trägt zwar die Bezeichnung Pfeffer, ist jedoch – ähnlich wie der Szechuanpfeffer – nicht mit dem echten Pfeffer verwandt. Stattdessen steht er in enger botanischer und aromatischer Verwandtschaft zum Szechuanpfeffer und gehört damit zu einer eigenständigen Gewürzkategorie.

 


 

Namen und Synonyme

DE: Timutpfeffer
EN: Timut Pepper, Nepalese Pepper
FR: Poivre de Timut
ES: Pimienta Timut

 


 

Aussehen und Merkmale

Timutpfeffer erinnert in seinem Erscheinungsbild stark an den Szechuanpfeffer. 

Merkmale_Timutpfeffer

Er weist eine dunkel- bis rötlichbraune Färbung auf und besitzt eine stachelige, unebene Oberfläche mit charakteristisch geöffneten Fruchtschalen. 

Im Vergleich zum Szechuanpfeffer ist er etwas kleiner. Aromatisch zeichnet er sich durch ein sehr klares, stechendes Zitrusaroma mit betäubender Wirkung aus.

 


 

Herkunft und Geschichte

Timutpfeffer ist ein enger Verwandter des Szechuanpfeffers, stammt jedoch aus dem Himalayagebiet Nepals. 

Dort wächst er wild in Höhenlagen von etwa 2.000 Metern. 

In seiner Herkunftsregion besitzt Timutpfeffer eine ähnliche kulturelle Bedeutung wie der Szechuanpfeffer in China und ist fest in der lokalen Küche verankert. Außerhalb dieser Regionen ist er vergleichsweise selten und bei uns hauptsächlich als kulinarische Spezialität erhältlich.

 


 

Anbau und Ernte

Der botanische Name des Timutpfeffers lautet Zanthoxylum armatum und gehört zur Familie der Rautengewächse

Die Pflanze wächst strauchförmig und bildet kleine, rostrote Früchte aus. Im Herbst werden diese von Hand geerntet, sobald sie vollständig gereift und rot gefärbt sind.

Nach der Ernte werden die Früchte in der Sonne getrocknet, bis sich die Fruchtschalen öffnen. 

In der Regel werden die Samen entfernt, da sie einen eher bitteren Geschmack besitzen und die Hauptaromatik in der getrockneten Fruchtschale liegt. 

Timutpfeffer gelangt sowohl als ganze Fruchtschale als auch gelegentlich in gemahlener Form in den Handel. Die Hauptanbau- und Sammelgebiete befinden sich ausschließlich im Himalaya-Gebirge Nepals.

 


 

Geschmack und Aromaprofil

Die hauptprägenden Aromaverbindungen sind Sanshool, Linalool, Limonen, Citral und Caryophyllen, und sie sind überwiegend fettlöslich.

Charakteristik: leicht stechend und betäubend, ausgeprägte rosig-blumige Aromen, kombiniert mit intensiven Zitrusnoten, die stark an Grapefruit erinnern. 

Diese Frische verleiht ihm eine lebendige, komplexe und sehr charakteristische Aromatik.

 


 

Wirkung und Wissenswertes

In der Volksmedizin werden Timutpfeffer verdauungsanregende sowie harntreibende Eigenschaften zugeschrieben.

Zudem wurde er traditionell zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden eingesetzt. 

Neben den getrockneten und aufgeplatzten Fruchtschalen können auch die Blätter der Pflanze zum Aromatisieren verwendet werden, da sie ebenfalls aromatische Eigenschaften besitzen.

 


 

Lagerung und Hinweise

Timutpfeffer sollte ausschließlich im Ganzen gelagert werden, da gemahlener Timutpfeffer sein Aroma sehr schnell verliert. 

In ganzer Form bleibt er über mehrere Monate aromatisch stabil. Er sollte kühl, trocken, luftgeschützt und feuchtigkeitsgeschützt aufbewahrt werden.

 


 

Verwendung

Verwendet werden beim Timutpfeffer ausschließlich die aromatischen, getrockneten und aufgeplatzten Fruchtschalen. 

Er eignet sich für deftige wie auch fruchtige Gerichte und passt besonders gut zu Schwein, Rind, Fisch und Meeresfrüchten. Ebenso findet er Verwendung in scharfen Nudelgerichten, asiatischem Gemüse sowie in Kombination mit Zitrusfrüchten.

 


 

Partner und Aromapairing

Gute Gewürzpartner: Lorbeer, Ingwer, Galgant, grüner Kardamom, schwarzer Kardamom, Zimt, Piment, Koriander, Sternanis, Anis, Muskat, Muskatblüte, schwarzer Pfeffer, Langpfeffer.

Ideale Zutatenpartner: Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen und Limettenzesten, grünes Gemüse wie Mangold und Pak Choi, Bohnen, Spargel, kräftigeres Wurzelgemüse sowie Fisch und Meeresfrüchte wie Garnelen, Krebs und heller Fisch.

 


 

Tipps für Maximum Flavor

Da die prägenden Aromaverbindungen überwiegend fettlöslich und sehr flüchtig.

Daher sollte Timutpfeffer frisch und direkt vor der Verwendung gemörsert werden. Um die Grapefruit- und prickelnden Zitrusaromen zu erhalten, empfiehlt sich die Zugabe erst gegen Ende der Garzeit.

Für zusätzliche nussige Röstaromen kann Timutpfeffer kurz trocken angeröstet werden. Dabei ist auf eine niedrige bis moderate Hitze zu achten, um ein Verbrennen der empfindlichen Fruchtschalen zu vermeiden.

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