Weißer Pfeffer
Share
Einleitung
Weißer Pfeffer ist eine klassische Schärfequelle in der feinen Küche und wird besonders dort geschätzt, wo Geschmack ohne sichtbare schwarze Punkte gefragt ist – etwa in hellen Saucen, Suppen oder Fischgerichten. Obwohl er oft dezenter wirkt als schwarzer Pfeffer, besitzt er eine markante, klare Schärfe und eine lange kulinarische Tradition.
Namen und Synonyme
Weißer Pfeffer, Hellpfeffer, Entkernter Pfeffer (als Hinweis auf die Verarbeitung)
Herkunft und Geschichte
Wie schwarzer Pfeffer stammt auch weißer Pfeffer von derselben Pflanze, dem Piper nigrum, und hat seinen Ursprung in Südindien, wo er bereits vor rund 3.500 Jahren kultiviert wurde.
Nach Europa gelangte Pfeffer über Alexander den Großen und den Handel entlang antiker Routen. Schon in der Antike waren sowohl weißer als auch schwarzer Pfeffer bekannt.
Arabische Händler kontrollierten lange Zeit den Transport und etablierten ein Monopol im Pfefferhandel. Im Mittelalter wurde Pfeffer teilweise sogar als Zahlungsmittel eingesetzt – ein Ausdruck seines enormen Werts und seiner Bedeutung.
Geschmack und Aromaprofil
Weißer Pfeffer liefert eine klare, direkte Schärfe, ohne die fruchtigen oder zitronigen Noten, die schwarzer Pfeffer teilweise mitbringt. Piperin ist hierbei der Hauptaromastoff,
Aromatische Eigenschaften:
scharf, würzig, erdig-nüchtern
weniger komplex, dafür präzise im Geschmack
Er dient vor allem als Schärfeträger, ohne ein Gericht aromatisch zu dominieren.
Wirkung und Wissenswertes
Der Hauptwirkstoff des weißen Pfeffers ist wie beim schwarzen Pfeffer Piperin:
- ist verantwortlich für Schärfe und Geschmack
-
fördert die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Kurkumin, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen
- besitzt wärmende und leicht anregende Eigenschaften
Einkaufsqualität, Merkmale und Lagerung

Beim Kauf spricht für gute Qualität:
-
ganze Körner, unbeschädigt
-
Farbe: weiß bis gelblich – nicht grau
- klare Rillenstruktur
- keine Staubablagerungen (Hinweis auf alte oder gebrochene Ware)
Lagerung:
trocken, kühl und dunkel, luftdicht verschlossen
ganze Körner aromastabil; gemahlenen Pfeffer zügig verbrauchen
Verwendung
Weißer Pfeffer eignet sich besonders für:
- helle Saucen (Bechamel, Velouté)
- Fisch- und Gemüsegerichte
- helle Suppen und Ragouts
- asiatische Küche
- Marinaden und klare Fonds
Wichtig: Am besten erst kurz vor dem Servieren mahlen, da sein Aroma schnell verfliegt.
Partner und Aroma Pairing
Weißen Pfeffer ergänzen ideal:
Ingwer, Muskat, Piment, Wacholder, Zitronengras,
helle Gemüse wie Sellerie oder Lauch
Fisch, Geflügel und cremige Komponenten
Tipps für Maximum Flavor
Trocken anrösten: Ganze Körner kurz in der Pfanne erwärmen, um ätherische Öle zu aktivieren.
Frisch mahlen oder anknacken: Für Ragouts und Suppen Körner leicht anquetschen und mitkochen.
Pfeffer immer dunkel und luftdicht lagern, da Licht und Sauerstoff das Aroma rasch abbauen.
Unseren weißen Pfeffer findest du hier!